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Neu an der Uni: Professorin Annette Pehnt und Professor Christof Wecker forschen und lehren ab Sommersemester 2018 an der Universität Hildesheim
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Neu an der Uni: Professorin Annette Pehnt und Professor Christof Wecker forschen und lehren ab Sommersemester 2018 an der Universität Hildesheim

Professor für Empirische Unterrichtsforschung

Prof. Dr. Christof Wecker forscht und lehrt ab April 2018 am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Hildesheim. Der Wissenschaftler wurde auf die Professur für Empirische Unterrichtsforschung berufen.

In der Empirischen Unterrichtsforschung – dem Spezialgebiet von Professor Christof Wecker – geht es im Kern darum, durch welche Gestaltungsmerkmale von Unterricht wichtige Bildungsziele wie Wissen und Können, Interessen oder Persönlichkeitsentwicklung erreicht werden können.

Wecker bildet in Hildesheim Lehrerinnen und Lehrer für Grund-, Haupt- und Realschulen aus und bezieht dabei den digitalen Wandel in seine Forschung und Lehre ein. Er befasst sich mit der Frage, wie digitale Medien im Unterricht sinnvoll eingesetzt werden können. „Die größte Herausforderung besteht dabei in dem rasanten technischen Fortschritt. Was in den vergangenen Jahrzehnten als ‘die Neuen Medien’ bezeichnet wurde, gehört heute oft längst ins Museum. Um von dem Wandel nicht überrollt zu werden, brauchen Lehrkräfte einen klaren Blick auf die didaktischen Funktionen, die digitale Medien in Bildungszusammenhängen erfüllen können. In der Ausbildung zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer geht es um die Herausbildung einer Kreativität in der Nutzung digitaler Medien für Bildungszwecke.“

Die wichtigste Erkenntnis aus Jahrzehnten der Forschung zum Lernen mit Medien ist die Einsicht, dass die Medien selbst in der Regel so gut wie keine Auswirkungen auf den Lernerfolg von Jugendlichen haben. „Was sich positiv auswirkt, sind gute didaktische Arrangements, die sich manchmal mit einer neuen Technologie leichter oder besser realisieren lassen als mit den zuvor bestehenden Möglichkeiten.“ Für gelingenden Unterricht spielt das Können der Lehrkraft die zentrale Rolle – das umfasst die Beherrschung der fachlichen Inhalte und fächerübergreifenden Kompetenzen – auch im Umgang mit digitalen Technologien –, allgemein- und fachdidaktische Kenntnisse, eine klare Sprache, so Wecker. „Digitale Technologien können die Fähigkeiten von Lehrkräften im Erklären und Verständlichmachen von Lerninhalten möglicherweise erweitern und Arbeitsmittel für Schülerinnen und Schüler sein, deren Nutzung im Verlauf der Schulzeit kultiviert werden sollte.“

Aktuell beschäftigt sich Wecker in seiner Forschung mit dem „fragend-entwickelnden Unterrichtsgespräch“. „Ich möchte die Frage beantworten, ob Schülerinnen und Schüler Lerninhalte besser verstehen, wenn sie sich diese angeleitet durch geschickte Fragen ihrer Lehrkraft im Unterrichtsgespräch selbst erschließen. Obwohl diese Form der Unterrichtsgestaltung allgegenwärtig ist und ebenso glühende Anhänger wie erbitterte Gegner hat, gibt es erstaunlicherweise kaum Forschung dazu. Ich bin selbst sehr gespannt, ob eher die in die Methode gesetzten Hoffnungen oder die damit verbundenen Befürchtungen zutreffen.“

Christof Wecker ist 40 Jahre alt und kommt gebürtig aus Fürstenfeldbruck. Nach dem Studium der Erziehungswissenschaft, Philosophie und Allgemeinen Rhetorik in München, Tübingen und Oxford, folgte die Promotion und Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität München (venia legendi für Pädagogik und Pädagogische Psychologie). Seit April 2018 forscht und lehrt der Professor für Empirische Unterrichtsforschung an der Universität Hildesheim. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unterrichtsmethodische Handlungsformen, fächerübergreifende Kompetenzen und evidenzbasierte Praxis im Bildungsbereich.

Lesen Sie hier ein Interview mit Prof. Dr. Christof Wecker:
www.uni-hildesheim.de/uniintern/artikel/professor-fuer-empirische-unterrichtsforschung/

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