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TfN stellt Spielplan für Saison 2018/19 vor

TfN stellt Spielplan für Saison 2018/19 vor

Theater für Niedersachsen veröffentlicht Spielplan für 2018/19
Wieder warten spannende Theatermomente auf das Publikum des Theater für Niedersachsen – Intendant und Schauspieldirektor Jörg Gade, Generalmusik- und Operndirektor Florian Ziemen und Musicaldirektor Craig Simmons haben den Spielplan für die kommende Saison 2018/19 vorgestellt.

Auch in der Spielzeit 2018/19 wird das Theater für Niedersachsen wieder leidenschaftliches, schräges, märchenhaftes, emotionales, spannendes und aktuelles Theater bieten. Das Publikum kann sich auf 19 Premieren, neun Wiederaufnahmen und fünf Sinfoniekonzerte in den Sparten Musiktheater, Schauspiel, Musical, Junges Theater und Konzert freuen. Aufgrund von Sanierungs- und Umbaumaßnahmen im Theater für Niedersachsen wird die Saison 2018/19 kürzer sein und nur bis zum 10. Juni 2019 laufen.

Den Auftakt der kommenden Saison macht ein ganzes Premieren-Quartett: Vier Neuproduktionen in zehn Tagen werden im Hildesheimer Großen Haus auf die Bühne gebracht. Angefangen mit der hinreißenden und witzigen Gaunerkomödie „Auf und Davon“ von Peter Yeldham. Viele ungeahnte Wendungen verspricht die Produktion in der Regie von Alex Stöcker, die im Bühnen- und Kostümbild von Leonore Pilz am Freitag, 7. September 2018, Premiere feiert. Einen Tag später, am 8. September 2018, ist dann das Musical „Die Brücken am Fluss (The Bridges of Madison County“) zu erleben. Unter der Musikalischen Leitung von Andreas Unsicker inszeniert Musicaldirekor Craig Simmons den Filmerfolg der 1990er Jahre. „Es geht um Sehnsüchte und Verlangen – mit ,Die Brücken am Fluss‘ bringen wir eine Art Fortsetzung von ,Love Story‘ auf die TfN-Bühne“, erklärt Simmons. Die Sparte Musiktheater eröffnet die Saison am 15. September 2018 mit einer ungewöhnlichen Version eines Meisterwerks der Operngeschichte – Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“. Der junge Regisseur Wolfgang Nägele inszeniert diese Oper in der deutschen Singspielfassung von Christian August Vulpius und Adolph Knigge, in welcher das Werk zu Mozarts Zeiten die volkstümlicheren Bühnen eroberte. Vervollständigt wird das Premieren-Quartett am Sonntag, 16. September, von „Gift. Eine Ehegeschichte“ von Lot Vekemans. Das Stück ist ein „wunderbarer Dialog über zwei Menschen, die erst ein Kind verloren haben, dann sich selbst und dann einander“, beschreibt Intendant Jörg Gade das Schauspiel. Emotional und bewegend setzt Regisseur Gero Vierhuff die Schauspieler Katharina Wilberg und Moritz Nikolaus Koch in Szene.

In der Sparte Schauspiel geht es dann am Samstag, 24. November 2018, mit „Die unsichtbare Hand“ von Ayad Akhtar weiter. „Wer die US-Serie ,Homeland‘ mag, ist bei diesem Stück genau richtig“, schwärmt Regisseur Gade. Spannend wie ein Thriller kommt die Geschichte über den Börsenmakler Nick, der als Geisel festgehalten wird und sein Lösegeld selbst an der Börse erwirtschaftet, auf die Bühne im Großen Haus. Am12. Februar 2018 ist mit „Mutter Courage und ihre Kinder“ Bertolt Brechts Meisterwerk des epischen Theaters zu sehen. Das Stück über unmenschliche Profitsucht, die stärker ist als Anschauungen, Mutterliebe und Wertmaßstäbe wird von Lydia Bunk inszeniert, die erstmals am TfN zu Gast ist. Eine Familiengeschichte über das Elternpaar Bob und Fran sowie ihre vier Kinder, die das wohlgehütete Nest verlassen, ist mit „Dinge, die ich sicher weiß“ ab dem 6. April zu erleben. Poetisch und liebevoll erzählt der australische Autor Andrew Bovell von den ungelebten und realistischen Träumen einer Familie, die immer wieder ins Schwanken geraten. Die letzte Premiere der Saison wird am 1. Mai eine Inszenierung von Kleists „Michael Kohlhaas“ sein. Moritz Nikolaus Koch inszeniert die Geschichte über Gerechtigkeit und Selbstjustiz mit Dennis Habermehl und Dieter Wahlbuhl für die Vorbühne des TfN.

Nach seiner ersten Saison als Generalmusikdirektor und Operndirektor möchte Florian Zie-men auch in der Spielzeit 2018/19 wieder zeigen, dass die Gattung Oper nicht nur für Kenner und Eingeweihte etwas zu bieten hat. Er betonte noch einmal, dass das TfN ein Haus ist, „das allen offensteht und das alle einlädt teilzuhaben und sich von der Kunst mitreißen zulassen.“ So hat er auch in dieser Saison wieder Bekanntes und einige Raritäten ins Programm aufgenom-men. Nach „Die Hochzeit des Figaro“ erscheint pünktlich zur Weihnachtszeit die komisch-fantastische Oper „Die Pantöffelchen“ von Pjotr I. Tschaikowsky am 9. Dezember. Entstanden nach der Geschichte „Die Nacht vor Weihnachten“ von Nikolai Gogol, bebildert die Oper in bunten musikalischen Farben die Verrücktheit des märchenhaften Dorflebens rund um Waku-las Suche nach den goldenen Pantoffeln der Zarin für seine Geliebte Oxana. Tschaikowsky selbst hielt das Werk für seine beste Oper, heute ist es eine Rarität und nach über 30 Jahren erstmals wieder in Deutschland zu sehen. Am TfN wird es auf die Bühne gebracht in magisch-sinnlicher Inszenierung von Regie-Newcomerin Anna Katharina Bernreitner.

Pünktlich zum 200. Geburtstag von Jacques Offenbach wird „Die Prinzessin von Trapezunt“ auf der TfN-Bühne wiederentdeckt. Die ulkige Farce um eine Schaustellerfamilie, die bei einer Lotterie ein Schloss samt Dienerschaft gewinnt, verspricht kein Auge trocken zu lassen. Der aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler Max Hopp gibt mit dieser Operette, die am 3. März Premiere feiert, sein Regiedebüt. Adam Benzwi, gefeierter Leiter vieler legendärer Operetten-Erfolge an der Komischen Oper Berlin, wird dirigieren. Die letzte Neuproduktion der Spielzeit 2018/19 ist am 20. April die Oper „Tod in Venedig“. In der Vertonung von Thomas Manns gleichnamiger Novelle setzt sich der Komponist Benjamin Britten intensiv mit Vergänglichkeit, Homosexualität, Kunst- und Lebensgenuss auseinander. Nach „Peter Grimes“ und „Das Geheimnis von Bly“ baut das TfN mit diesem Werk auf frühere Britten-Erfolge auf. Felix Seiler inszeniert, am Pult steht Achim Falkenhausen. Wiederaufgenommen werden im Oktober 2018 Grigori Frids berührende Monooper „Das Tagebuch der Anne Frank“, die jazzig-wilde Operette „Die Blume von Hawaii“ von Paul Abraham und das hinreißend opulente Barockspektakel „Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe“.

 

„Jedes Stück bietet einen völlig anderen Blick auf unser menschliches Dasein“, verspricht Musicaldirektor Craig Simmons zu Beginn seiner Spielplanvorstellung. Neben „Die Brücken am Fluss (The Bridges of Madison County)“ kann sich das Publikum auf ein Wiedersehen mit der kuriosen und kultigen Familie Addams aus der Cartoon- und Fernsehserie der 1960er und den Kinofilmen aus den 1990er Jahren freuen. Die Grusicalkomödie „Die Addams Family“ von Andrew Lippa feiert in einer Inszenierung von April Hailer – die dem Publikum vor allem aus der Sendung „Wie bitte?!“ bekannt sein dürfte – am 3. November Premiere im Großen Haus.

Am TfN ist es zu einer lieb gewonnenen Tradition geworden, dass regelmäßig Europäische und Deutsche Erstaufführungen von der MusicalCompany auf die Hildesheimer Bühne gebracht werden. So auch wieder Mitte Januar 2019 – dann feiert die Europäische Erstaufführung von „Jasper in Deadland“ am TfN Premiere. Der junge Komponist und Texter Ryan Scott Oliver erzählt in seinem ersten abendfüllenden Werk die altgriechische Orpheus-Sage als mitreißendes Rock-Musical. Bart De Clercq, der das Publikum und die Kritiker mit seinen Choreografien zum Musical „Frühlings Erwachen“ begeisterte, wird mit diesem Stück sein Regiedebüt geben. Die vierte Neuproduktion der Saison stammt dann wieder aus der Feder des deutschen Autoren-Duos Thomas Zaufke und Peter Lund. Nach der Musicalkomödie „Erwin Kannes – Trost der Frauen“ ist ab dem 11. Mai „Elternabend“ im TfN zu sehen. Schonungslos, ehrlich und saukomisch erzählt das Musical von einem Elternabend in einer Nachmittagsbetreuung.

 

Neben dem szenischen Programm auf der Großen Bühne stehen fünf Sinfoniekonzerte auf dem Spielplan. Im 1.Sinfoniekonzert erwartet das Publikum ein großes Tschaikowsky-Programm mit der Ouvertüre zu „Romeo und Julia“ und der 5. Sinfonie, bevor Anfang November Werke von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi auf der Agenda der TfN-Philharmonie stehen. „Wir wollen damit die spannende Entwicklung unseres Orchesters des letzten Jahres weiterführen und die Auseinandersetzung mit der Musik des Barock weiter vorantreiben“, erzählt Ziemen. Das traditionelle Mozart-Konzert im Januar beleuchtet mit Musik und Texten die mythenumwobene Beziehung zum Kollegen Antonio Salieri und wird durch eine Uraufführung des zeitgenössischen Komponisten Timo Jouko Herrmann bereichert. Parallel zur Musiktheater-Premiere zum Offenbach-Jubiläum wird es auch im 4. Sinfoniekonzert französisch: Werke von Offenbach, Fabien Lévy, Claude Debussy und schließlich Hector Berlioz‘ monumentale „Symphonie fantastique“ werden erklingen. Den Abschluss der Saison markiert mit Franz Liszts „Christus“ wieder ein großes Chorkonzert unter der Leitung von Achim Falkenhausen. Natürlich bleiben das überraschende Neujahrskonzert sowie die erfolgreiche Kammerkonzert-Reihe weiter im Programm und auch ein Familienkonzert – „Einmal rund um die Welt“ von Mike Svoboda – fehlt nicht.

 

Neben einem vielfältigen Programm für die großen Theatergänger vergisst das TfN auch die kleinen Besucher nicht. Das Familienstück zur Weihnachtszeit wird in diesem Jahr das Schauspiel „Heidi“ nach dem Roman von Johanna Spyri für alle ab 5 Jahren sein. Für das TfN wird Franziska-Theresa Schütz den Welterfolg neu dramatisieren und auch selbst inszenieren. Weiter sind auf dem Spielplan des Jungen Theater „Die Mitte der Welt“ vom Theater Priapia13, „Herr Glück und Frau Unglück“ des Theater Karo Acht, „Schahname – Das Buch der Könige“ vom Theater Persephone und „Fang den Tod“ von theaterWEITER und tanz.Utan als Neuproduktionen zu erleben. Wiederaufgenommen werden unter anderem das Erzähltheatersolo „Einer für alle“ mit Gotthard Hauschild, „Pettersson und Findus“, „Romeo und Julia“ sowie „Wenn ich groß bin“ vom Theater Fata Morgana und „Jo im roten Kleid“ vom Theater Triebwerk. Ergänzt wird das Programm durch weitere acht Gastspiele und die 27. Kindertheaterwoche im Februar 2019.

 

Das gesamte Programm der Spielzeit 2018/19 und weiterführende Informationen zu den Premieren sind im Jahresheft zu finden, das im TfN-ServiceCenter oder direkt im Theater erhältlich ist. Abonnements für die kommende Saison können ab sofort abgeschlossen werden. Für Fragen und Auskünfte steht das ServiceCenter persönlich oder unter der Telefonnummer 05121 1693-1693 gerne zur Verfügung. Der Vorverkauftsstart für die nächste Spielzeit beginnt am 9. August 2018 um 10

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