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Überschwemmungsgebiete neu festgesetzt

Die Hochwasserereignisse der Jahre 2007 und 2013 haben gezeigt, dass mit dem Eintritt eines bedeutenden Hochwassers jederzeit gerechnet werden muss. Ein solches Ereignis kann sowohl zu immensen wirtschaftlichen Schäden führen und schlimmstenfalls auch eine Gefahr für Leib und Leben darstellen. Um diese Gefahren zu minimieren, kommt dem vorbeugenden Hochwasserschutz besondere Bedeutung zu. Ein wichtiger Bestandteil des vorbeugenden Hochwasserschutzes ist die Festsetzung von Überschwemmungsgebieten.

Als Überschwemmungsgebiete sind diejenigen Flächen auszuweisen, bei denen mit erheblichen Schäden bei Hochwasser zu rechnen ist. Die Grenzen des Überschwemmungsgebietes umfassen die Gebiete, die im Fall eines hundertjährlichen Hochwasserereignisses (HQ 100) überflutet werden.

Aufgrund verschiedener Umstände wie erfolgten Ausbaumaßnahmen an den Gewässern, Abflussveränderungen sowie zunehmenden Starkregenereignissen und Flächenversiegelungen waren die Grenzen des bisherigen festgesetzten Gebietes für Hildesheim nicht mehr aktuell, wurden neu berechnet und am 8. Januar neu festgesetzt. Die Fläche des Überschwemmungsgebietes beträgt nach der Neuberechnung 470 Hektar – zuvor waren es 169 Hektar.

Der Verordnungstext sowie die Kartenblätter zum Thema sind unter www.hildesheim.de/ueberschwemmungsgebiete einsehbar. Mit der Information über die Festsetzung von Überschwemmungsgebieten soll vor allem erreicht werden, dass die Anlieger sich über ihre eigene Betroffenheit informieren können und dadurch in die Lage versetzt werden, frühzeitig geeignete Schutzvorkehrungen zu treffen.

Am 20. März findet von 8 bis 17.30 Uhr aus diesem Grund im Eingangsbereich des Stadtbüros, Markt 2, ein Informationstag statt, an dem die Hildesheimer Bürgerinnen und Bürger von der Unteren Wasserbehörde der Stadt Hildesheim nähere Informationen über die Bedeutung und Auswirkungen der neuen Verordnung erhalten. Ziel ist es,  Betroffenen Möglichkeiten aufzuzeigen, sich selbst  und die Umwelt vor Hochwasserschäden zu schützen.

Im Wasserhaushaltsgesetz, das die Festsetzung von Überschwemmungsgebieten bundesgesetzlich fordert, ist geregelt, welche Handlungen in Überschwemmungsgebieten grundsätzlich untersagt sind und unter welchen Auflagen und Voraussetzungen Ausnahmen hiervon seitens der Unteren Wasserbehörde zugelassen werden können. So sind zum Beispiel die Errichtung und Erweiterung baulicher Anlagen im Überschwemmungsgebiet grundsätzlich verboten. Des Weiteren sind Öltanks von Heizungsanlagen so herzurichten, dass

im Hochwasserfall von ihnen kein Schaden ausgehen kann.

Im Rahmen der allgemeinen Sorgfaltspflicht ist jede Person, die von Hochwasser betroffen sein kann, im Rahmen des ihr Möglichen und Zumutbaren verpflichtet, geeignete Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor nachteiligen Hochwasserfolgen und zur Schadensminderung zu treffen. Jeder Einzelne ist verantwortlich für seinen persönlichen Schutz und den Schutz seines Eigentums.

 

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